Buchcover für ‚Dämon Undercover‘ von Deborah Wilde mit einem blauen Hintergrund und einer weiblichen Silhouette mit Hörnern und Schwanz-Design.

Dämon undercover (Verhext AF #4) | Taschenbuch

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Willkommen in Vancouver – wo der Kaffee stark ist, die Magie noch stärker und die Morde langsam persönlich werden.

Während die Spannungen zwischen Magiern und Nicht-Magiern ohnehin kurz vor dem Explodieren stehen, geht Aviva undercover in einen Mordfall, der den fragilen Frieden der Stadt endgültig zerbrechen könnte. Als wäre das nicht schon genug Druck, stößt sie auf eine tödliche Verbindung zu Dämonen – und zu ihrer eigenen Vergangenheit.

Aber warum sollte es bei einer einzigen Alarmstufe-Rot-Krise bleiben, wenn man auch zwei haben kann? Bühne frei für den Ashbishop: eine schattenhafte Gestalt, die ernsthaft glaubt, ein Vampir-Zuchtritual sei eine gute Idee.

Spoiler: Ist es nicht.

Und als wäre das Chaos nicht komplett genug, kann Aviva auch ihre heimlichen Momente mit Ezra zwischen übernatürlichen Schlagabtauschen vergessen. Genervt von ihrem Work-Life-Wahnsinn erkennt sie, dass manchmal die beste Tarnung gar keine Tarnung ist.

Cherry Bomb ist bereit für ihren großen Auftritt.

Wenn du Darynda Jones’ Charley Davidson und Chloe Neills Chicagoland Vampires liebst, liefert Big Demon Energy eine kluge, entschlossene Heldin, eine Vampir-Romance voller Schlagabtausch und knisternder Spannung sowie hochriskante übernatürliche Intrigen.

Lies jetzt die komplette Reihe.

Kapitel 1
Selbst in einem liminalen Ödland, das von Chaosmagie beherrscht wurde und in dem jede Sekunde objektiv elend und auf cartoonhafte Weise gefährlich war, war diese schiefe Wand aus menschlichen Knochen … an manchen hingen noch Haare und Sehnen ... schlichtweg ein bisschen zu viel des Guten.
Ich verzog das Gesicht beim Anblick des augenlosen Schädels, der wenig zeremoniell zwischen zwei Oberschenkelknochen geklemmt war. »Ach, armer Yorick! Ich kannte ihn, Horatio.«
Meine Halbschwester, Maud Liu, schraubte ihre Nalgene-Flasche auf. »Ein Mann von so unendlichem Scherz würde kein Toupet tragen.« Die britischen Nuancen in ihrer Stimme waren von ihrem muttersprachlichem Hongkong-Akzent geprägt. »Dieses billige Kostümteil, das an seiner Platte klebt, weist ihn als Boris aus, oder nein, warte. Shiny Jimmy.« Sie nahm einen langen Schluck und wischte sich mit der freien Hand den Schweiß von der Stirn.
Die trockene Hitze bearbeitete unsere Haut wie ein Sandstrahler und zwang mich dazu, alle paar Sekunden zu schlucken, um den Mund feucht zu halten.
Ich zog einen Fingerknochen heraus, der aus der Wand ragte und tippte damit oben auf den Schädel, als würde ich ihn zum Ritter schlagen. »Shiny Jimmy. Ein kleiner Ganove mit großen Träumen.«
»Ein Schläger mit sehr wenig Hirn«, erwiderte Maud. »Ich glaube, ich bin mit ihm ausgegangen, als ich Anfang zwanzig war. Noch Proteinriegel übrig?«
Ich kramte in dem schweren Rucksack, der im Dreck an der Wand lehnte, und warf ihr einen mit Kokosgeschmack zu, während ich mir selbst eine Handvoll Studentenfutter schnappte.
Nach neun Stunden Kampf gegen unberechenbares Wetter, irres Gelände und Entfernungen, die die wahnsinnige Angewohnheit hatten, nach Belieben zu schrumpfen oder zu expandieren, hatte uns unsere Suche nach einer geheimen Festung hier im Brink auf diesen einspurigen Feldweg neben der besagten Knochenwand geführt.
Ich hockte mich hin und zeichnete mit dem Fingerknochen ein Tic-Tac-Toe-Gitter in den Dreck. »Ich spiele mit dir um das letzte Studentenfutter mit M&Ms, während wir warten ...«
Der Boden bebte so heftig, dass meine Zähne klapperten. Plötzlich explodierten die Knochen in einem langen Abschnitt der Wand nach außen, fächerten sich in einer ruckartigen Bewegung auf und verschmolzen dann zu einem Albtraum-Mélange, die sich immer höher stapelte, bis der Schatten der Kreatur die Sonne verdunkelte.
Was angesichts der Hitze gar nicht mal so schlecht war.
Weniger ideal war der Riese, der eine Kniescheibe wie ein keckes Barett trug, einen Wasserfall aus Rippen an seiner linken Seite hatte und an dem überall Armknochen in alle Richtungen herausstanden. Er schwankte auf Schwimmfüßen, die aus ein paar Beckenknochen und einem Teil einer Wirbelsäule zusammengepfuscht waren.
Ein zweiter Schädel, etwa auf Arschbackenhöhe, bewegte seinen knöchernen Mund. »ICH BIN SHINY JIMMY.«
Ezra Cardoso, der einzige verbliebene Prime unter allen existierenden Vampiren, kam verschwommen neben uns zum Stehen und trug einen sehr menschlichen, genervten Gesichtsausdruck. Schmutzstreifen verunstalteten sein T-Shirt und seine Jeans, seine Motorradstiefel waren zerschrammt und seine pechschwarzen Locken bildeten bei dieser Luftfeuchtigkeit einen wilden Heiligenschein. Er zog eine Augenbraue hoch. »Ihr habt ihm einen Namen gegeben?«
Maud und ich tauschten schuldbewusste Blicke aus.
»Nur zum Spaß«, sagte ich lahm.
»IHR HABT MICH BELEIDIGT«, sagte Shiny Jimmy. »JETZT WERDET IHR BEZAHLEN.«
Ezra stieß einen Seufzer aus, der rein showmäßig war, da Atmen für meinen Ex keine Notwendigkeit darstellte. »Bitte teile ihnen mit, wodurch sie dich beleidigt haben, damit sie im Staub kriechen und um Vergebung bitten können.«
»Echt jetzt?« Ich trat vor, die Hände in die Hüften gestemmt.
»Das ist es nicht wert, sich dafür aufzureiben«, murmelte er, packte mein feuchtes Shirt und zog mich zurück.
»IHR WISST NICHT EINMAL DEN GRUND FÜR EURE BELEIDIGUNG?« Shiny Jimmy trommelte auf das Flickwerk aus Knochen, das seine Brust bildete. Sein Schädel auf Popohöhe fletschte die Kieferknochen.
»Wäre dir Boris lieber gewesen?«, sagte Maud.
Shiny Jimmy brüllte und schwang eine Faust aus Zähnen und sehnigen Muskeln nach ihr.
Ezra brachte sie gerade noch aus der Schusslinie, kassierte dafür aber einen Schlag gegen die Schläfe. »Was hast du getan?«, herrschte er mich an und zuckte zusammen, als seine Finger eine empfindliche Stelle abtasteten.
»Nichts!« Ich warf die Arme in die Luft.
Licht glänzte auf dem Fingerknochen, den ich umklammert hielt.
»Ohhhhhh.« Ich hielt ihn Shiny Jimmy hin. »Willst du den hier zurück?«
Ezra ließ verzweifelt den Kopf hängen.
Shiny Jimmy schnappte ihn sich und benutzte ihn, soweit ich das beurteilen konnte, als Augenbrauenwulst. Es verbesserte seinen finsteren Blick ungemein.
Ezra stupste mich in den Rücken.
»Oh, Shiny Jimmy«, sagte ich und verbeugte mich tief mit ausgestreckten Armen, »bitte nimm meine demütigste Entschuldigung für die Beleidigung an, die ich begangen habe. Es war falsch von mir, deinen Finger zu nehmen.«
»WER MACHT SOWAS? ICH MEINE, BIST DU VON SUPRA-GEIERN AUFGEZOGEN WORDEN?«
»Sie hatte keine richtige Vaterfigur«, sagte Maud.
Ich zeigte ihr den Mittelfinger. »Sagt die Frau mit demselben Taugenichts von einem Vater.«
Maud schluckte ihren Bissen Proteinriegel hinunter. »Im Gegensatz zu dir habe ich genug Verständnis für Richtig und Falsch, um zu wissen, dass mein Weg ... und ein schöner Haufen Kohle ... darin lag, beruflich minderbemittelte Kartenhaie auszunehmen. Du versuchst ständig, die Welt zu verbessern. Für einen Hungerlohn.«
»ICH WOLLTE AUCH DIE WELT VERBESSERN«, sagte Shiny Jimmy wehmütig.
»Also war es nicht dein eigentliches Ziel, eine Wand zu sein?«, fragte ich.
»Um Himmels willen, Aviva.« Ezra kniff sich in den Nasenrücken.
»ICH SUCHTE DAS MACHTWORT.« Shiny Jimmy ließ sich behutsam in eine sitzende Position gleiten, was mit viel Knochengeklapper und dem Verlust einiger Zehen einherging, die er gewissenhaft einsammelte.
»Lustig, dass du das erwähnst«, sagte ich und versuchte, meinen Arm um den Teil von ihm zu legen, der als Schulter durchging. Ich traf auf etwas Matschiges zwischen zwei Knochenplatten, behielt aber ein freundliches Lächeln im Gesicht, während ich meine Hand an meiner schmuddeligen Jeans abwischte. »Wir sind selbst auf der Jagd danach.«
»IHR WERDET NUR SCHEITERN UND AUCH ZU EINER WAND WERDEN.« Shiny Jimmy klang sehr nach I-Ah.
»Falls es dich tröstet«, sagte Maud, »du bist nicht einfach irgendeine gewöhnliche Gassenmauer, gegen die die Leute pissen. Du bist eine ausgezeichnete, abschreckende Beispielswand.«
Shiny Jimmy nickte und dachte über ihren Punkt nach. »SEIT 1983.«
Verdammt. »Wie viel von diesem hier« ... ich deutete vage auf die Knochen-Mélange ... »warst eigentlich du?«
»MEINE GESAMTE GRUPPE WURDE DIESER WAND HINZUGEFÜGT, UM ANDERE ZU WARNEN.« Er seufzte tief; das Geräusch vibrierte durch die Knochen, über den Boden und bis hoch in die Sohlen meiner Wanderschuhe. »ABER FAHRT FORT. ERZÄHLT MIR, WARUM IHR DAS WORT BENUTZEN WOLLT.«
Ich schwöre, er grinste süffisant.
»Wir haben nicht vor, es zu benutzen«, begann ich.
Shiny Jimmy unterbrach mich mit einem angewiderten Schnauben. Eine beachtliche Leistung für ein Wesen, das hundertprozentig keine Lungen besaß. »DAS IST NOCH SCHLIMMER. WARUM WÜRDET IHR EUCH DAS HIER ANTUN, WENN IHR ES NICHT EINMAL WOLLT?«
»Gib einer Frau fünf Minuten Zeit zum Reden«, sagte ich. »Pass auf. Da gibt es dieses mystische jüdische Konzept der Neschama, der Lebensatem oder göttliche Funke, der jedes Lebewesen mit der Quelle allen Lebens verbindet.«
»HABE ICH DIESEN FUNKEN?«
Maud schüttelte den Kopf. »Ich fürchte, nein, Schätzchen. Du bist eine Wand.«
Ezra schlug sich die Hand vors Gesicht, aber Shiny Jimmy schüttelte resigniert den Kopf. »PASST SCHON.«
»Vampiren«, fuhr ich fort und warf meinem Team einen strengen Blick zu, damit sie den Mund hielten, »fehlt dieser essenzielle Funke und damit die Fähigkeit, sich fortzupflanzen.«
»Anderen Vampiren«, korrigierte Ezra.
Ich zog die Augenbrauen hoch und er zuckte reuelos mit den Schultern, während er mit seinem Stiefel einen verirrten Knochen beiseite kickte.
»HÖLLENWESEN KÖNNEN SICH FORTPFLANZEN. BEZWEIFLE, DASS DIE DEN FUNKEN HABEN.«
Ich stutzte. »Du weißt über sie Bescheid?«
»ICH WAR EINER.«
Maud und ich starrten ihn an und warteten auf mehr, aber das war alles, was er preisgab. Sein Geständnis brachte mich völlig aus dem Konzept. Sicher, ich wollte das Machtwort nicht für meinen persönlichen Gebrauch ... das Machtwort, das Vampire in Primes verwandeln und ihnen die Fortpflanzung ermöglichen sollte ... aber »eine empfindungsfähige Wand werden« stand auch nicht auf meiner To-do-Liste.
Waren Maud und ich auf dieser Mission allein durch die Natur unseres Wesens stärker gefährdet? In dem Monat, seit Ezras Vater Natán mir erzählt hatte, was vampirische Unbesiegbarkeit tatsächlich beinhaltete, hatten Darsh, Sachie und ich alles ausgegraben, was wir über das Ritual finden konnten, um sie zu erlangen.
Leider war unser Fortschritt durch unsere Arbeitsbelastung begrenzt gewesen. Darsh und Sachie waren damit beschäftigt, eine üble Serie von Vampirmorden zu stoppen (was zugegebenermaßen ziemlich viel Spaß machte), während ich mir den Arsch aufgerissen hatte, um meine erste (weit banalere) Ermittlung als Level-Drei-Agentin zu leiten.
Das infernale Blut, das ein wesentlicher Bestandteil dieses Vampirrituals war, blieb verschwunden, aber die Karte mit dem Geheimausgang aus Babel zu diesem Teil des Brinks zu finden, wo sich die Festung angeblich befand, war ein dringend benötigter Erfolg.
Ezra half, wo er konnte, aber die Kupferhölle war ihr eigener Trümmerhaufen, nicht nur wegen des Dämons, der sie leitete, sondern auch, weil sie jetzt Silas verbarg, der immer noch tief um den Verrat der Autorität trauerte.
Jedenfalls hatte all das zu diesem Moment mit Ezra, Maud und mir im Brink geführt, auf der Suche nach der Festung, in der die Hüter des Machtworts zu Hause waren. Sobald wir sie gefunden hätten, würde ich ihre Bewohner davon überzeugen, den Vampiren das Wort nicht zu überlassen, den Namen des Blutsaugers herausfinden, der hinter diesem gefährlichen Plan steckte, ihn dann aufspüren und hoffentlich das verschwundene Blut finden.
Es war kein so todsicherer Plan, wie ich ihn gerne gehabt hätte, aber er war auch nicht von schlechten Eltern. Außerdem hatte ich Ezra endlich mal wieder persönlich gesehen. Unsere Textnachrichten und gelegentlichen Videoanrufe im letzten Monat hatten Spaß gemacht, aber es war nicht dasselbe, wie in seiner Nähe zu sein. Sogar unsere Verabredung zum Abendessen war dreimal verschoben worden.
Apropos mein Vielleicht-nicht-mehr-ganz-Ex: Er sprang jetzt in das verdutzte Schweigen und korrigierte Shiny Jimmy darüber, dass Halb-Shedim diesen göttlichen Funken eben doch besaßen. Der Beweis dafür war, dass zwar nicht alle Halb-Shedim-Schwangerschaften bis zum Ende gingen, aber diejenigen, die es taten, Kinder bekommen konnten.
»WIE HILFT DAS VAMPIREN DABEI, SICH FORTZUPFLANZEN?«
»Die chaotische Essenz der Dämonenmagie eines Halb-Shedim bricht die stagnierenden Energien in den Vampiren auf«, erklärte Ezra. »Das ermöglicht es dem göttlichen Funken, der ebenfalls in ihrem Blut ist, über die Magie im Machtwort auf die Vampire übertragen zu werden.«
»BRAUCHEN DIE HALB-SCHEDIM DEN GÖTTLICHEN FUNKEN NICHT SELBST?«
»Und wie«, sagte ich knapp. »Wäre schön, wenn wir unser Blut ebenfalls behalten könnten, aber das Ritual besagt etwas anderes.«
Shiny Jimmy blickte zwischen den finsteren Mienen von Maud und mir hin und her. »BRUTAL. VIELLEICHT HABE ICH MIR EINEN GUTEN ZEITPUNKT AUSGESUCHT, UM EINE WAND ZU WERDEN.«
»Chaosmagie, der göttliche Funke über das Blut und ein Machtwort kommen zusammen, um die Lebenskraft in Vampiren neu zu entfachen und sie in Primes zu verwandeln.« Ezra hielt inne. »Oder in etwas, das Primes ähnelt. Sie werden nicht natürlich geboren, so wie ich es wurde.«
»Kein minderwertiges Genprodukt für diesen Vampir«, trällerte Maud.
»Genau.« Ezra ignorierte ihren Sarkasmus.
»Das ist es nicht wert, sich dafür aufzureiben«, sagte ich durch zusammengepresste Zähne zu meinem Ex.
»Ich sag ja nur. Primes können Kinder haben, aber das ist nicht alles, was meine Fähigkeiten ausmacht.«
Shiny Jimmy hatte den Kopf hin und her gedreht, als würde er ein Tennismatch beobachten, aber seine Geduld musste am Ende sein, denn er schob eine Hand zwischen Ezra und mich, um uns am Weiterzanken zu hindern. »WARUM BENUTZT IHR KEINE DÄMPIRE?«
»Die haben keine dämonische Chaosmagie«, sagte ich.
»Die können auch keine Kinder bekommen«, sagte Ezra. »Kein göttlicher Funke für sie.«
»Selbst wenn sie es könnten«, warf Maud ein, »haben wir keine Ahnung, ob derzeit überhaupt welche existieren.«
Shiny Jimmy blinzelte Ezra an. »DU HAST KINDER?«
»Sicher nicht.«
Wow, okay. Wollte er keine Kinder? Nicht dass ich sie sofort wollte, aber ich hatte sie nicht kategorisch ausgeschlossen.
»Keine kleinen Primes für dich?«, stichelte Maud.
Ezra wedelte sich Brink-Dreck aus dem Gesicht. »Ich hatte bisher nicht den Lebensstil dafür. Ich kann schlecht eines in eine Babytrage packen, während ich klettern gehe und ich glaube nicht, dass es gute Erziehung ist, wenn sie auf Promi-Partys einschlafen oder ich sie zischend zur Ruhe ermahne, wenn ich gerade versuche, jemanden zu eliminieren. Irgendwie kann ich mir keine Kleinkinder vorstellen, die in der Copper Hölle mit ihren Dreirädern rumfahren.« Er sah mich kurz an und hüstelte dann. »Es ist nicht so, dass ich nicht ...«
Ich zog die Augenbrauen hoch.
»Was wichtig ist«, sagte er, »ist, dass der einzige andere Prime, von dem ich wusste, auch keine hatte.«
Shiny Jimmy schüttelte seinen oberen Kopf. Den mit dem Kniescheiben-Barett. »VAMPIRBABYS ZU VERHINDERN IST EIN DÄMLICHER GRUND, UM EINE WAND ZU WERDEN. GEHT NACH HAUSE. TRINKT WEIN.«
Das klang großartig, allerdings hatte ich einen Eid abgelegt, das Unrecht in der Welt wiedergutzumachen, und einen Plan zu stoppen, der das Machtgefüge zugunsten der Vampire gegenüber den Menschen verschieben würde, fiel unter diesen Schwur. »Geh nicht«, sagte ich. »Wir müssen zur Festung.«
»VIELLEICHT.« Shiny Jimmy grinste und entblößte eine doppelte Reihe spitzer Zähne, die vor einem Moment noch nicht da gewesen waren. »UND VIELLEICHT WERDET IHR STER...AUUUU.«
Ezra hatte dem Riesen in den Solarplexus geschlagen, sodass die Knochen dort in alle Richtungen wegflogen.
Shiny Jimmy zitterte ... genau so, wie man es von einem Haufen Knochen erwarten würde, der kurz davor ist, in sich zusammenzufallen ... und griff nach seinen fehlenden Teilen.
Maud und ich schnappten uns die Knochen und warfen sie so schnell wir konnten weg.
»Och Mann«, sagte er mit einer schrillen, menschlicher klingenden Stimme. »Wofür war das denn gut?« Er sackte wieder zu einem unbeweglichen Abschnitt der Wand zusammen.
Maud legte ihre Hand aufs Herz. »Ach, armer Shiny Jimmy. Ich kannte ihn, Horatio.«
Ich liebte es, eine Schwester zu haben.

1. Dämonisch geladen
2. Dämon an Bord
3. Lieber den Dämon, den ich kenne
4. Dämon undercover
5. Die Dämonen sind fällig

135mm W x 205mm H | 394 pages